Viele Bürgerinnen und Bürger stehen der Landesgartenschau 2020 grundsätzlich positiv gegenüber, sorgen sich aber wegen des Verkehrs. Unzufrieden sind sie wegen innerstädtischer Verkehrsstaus an Spitzentagen und wegen des bisher noch nicht umgesetzten Verkehrskonzepts für die Stadt. Sie bewegt zudem der schon heute vorhandene Parkdruck in Wohngebieten, in denen sich noch Stellplätze finden, die weder bewirtschaftet noch als Bewohner Parkplätze ausgewiesen sind. Die Stadt wird sämtliche Verkehrsprobleme noch vor 2020 gelöst haben und den Verkehr im Ausstellungsjahr so lenken, dass Wohngebiete und Innenstadt nicht zusätzlich belastet werden.
 

Über geplante P&R Parkplätze

Im Ausstellungsjahr selbst wird die Stadt zwei temporäre P&R Parkplätze beim Krankenhaus/Härlen und im Bereich Altbirnau anbieten. Die Flächen sollen mit Kies aufgeschüttet werden, so dass sie sich einfach zurückbauen lassen. Ein Shuttlebus soll die Besucher der Landegartenschau zum Ausstellungsgelände bringen. An den stark frequentierten Adventssamstagen 2012 hat die Stadt zuletzt sehr gute Erfahrungen mit einem Buspendelverkehr in Überlingen gemacht.

Verkehrskonzept umgesetzt

Das neue innerstädtische Verkehrskonzept, mit dessen Umsetzung die Stadt 2013 beginnt, wird gewährleisten, dass es schon vor 2020 ein Park-und Verkehrsleitsystem geben wird und die Christophstraße noch vor dem Ausstellungsjahr zum verkehrsberuhigten Geschäftsbereich umgebaut sein wird. Noch vor der Sommerpause 2013 steht fest, wie die Stadt Überlingen den Verkehrsbeschluss des Gemeinderats vom 7. März 2012 praktisch umsetzt. Die Entscheidung über das Gesamtkonzept fällt in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung am 24. Juli. Das vom Gemeinderat im vergangenen Jahr neu beauftragte Planungsbüro Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft mit Schirmer Architekten und Stadtplaner benötigt die Zeit bis Juli, um die nötigen Planungsleistungen zu erbringen.

Detaillierter Zeitplan der Planer

Die Stadt wünscht sich weiterhin ein ganzheitliches Verkehrskonzept, das die bereits beschlossenen Einzellösungen beinhaltet. Der Fachbereich 3 der Stadtverwaltung hat im Februar hierzu einen detaillierten Zeitplan vorgelegt. Installiert werden kann ein Verkehrsleitsystem aber erst, wenn der Gemeinderat die Umsetzung des Gesamtkonzepts beschlossen hat. Einzellösungen vorzuziehen, wäre nach Aussage der Planer nicht zielführend.

Stadt setzt auf ÖPNV

Eine Rolle spielen soll im Ausstellungsjahr 2020 auch der ÖPNV. Selbstverständlich will die Stadt auf Sonderzüge, das Bodo-Ticket und den Schiffsverkehr setzen und möglicherweise auch mit der Mainau zusammenarbeiten. Die Stadt kann aber erst auf die Verkehrsunternehmen zugehen und verhandeln, wenn endgültig fest steht, dass die Stadt Überlingen die Landesgartenschau auch tatsächlich ausrichtet. „2018 und 2019 können wir alle offenen Fragen zum Thema Anreise und ÖPNV beantworten“, so die Oberbürgermeisterin.

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