Verkehrskonzept

Das Verkehrskonzept der Landesgartenschau ist Teil des Sicherheitskonzepts und wurde gemeinsam mit den Trägern öffentlicher Belange wie Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Verkehrsbehörde erarbeitet. Wesentlicher Punkt der Verkehrsregelung während der Landesgartenschau ist die Einbahnstraßenlösung in der Bahnhofstraße. Der Öffentliche Personen-Nahverkehr fährt ohne jede Einschränkung.

Bahnhofstraße
Die Bahnhofstraße wird neu markiert und die Fläche neu eingeteilt für Pkw-Verkehr stadteinwärts, Fußgänger, Fahrradfahrer, Busshuttle und ÖPNV. Die Fahrt in die Innenstadt ist nur von Westen aus möglich, raus aus der Stadt geht es nur über die Markt- und Franziskanerstraße oder die Hafenstraße. Wer vom Norden aus über die Aufkircher Straße in Richtung Innenstadt fährt, muss am Kreisel beim Franziskanertor die Wiestorstraße nehmen. Hier ist dann nur Linksabbiegen erlaubt, der Weg zum See durchs Tor ist nicht möglich. Alle vier Parkhäuser in der Innenstadt sind aus den unterschiedlichsten Richtungen erreichbar.

Innenstadt
Für die Innenstadtbewohner gibt es ein paar Sonderreglungen. In der Marktstraße dürfen Anwohner der Christophstraße während der Landesgartenschau mit einer Ausnahmegenehmigung links abbiegen, die Zufahrt in die Gartenstraße und Steinhausgasse ist aus Richtung Westen über die Grabenstraße möglich und bei der Olberbrücke beim Weinhaus Renker ist die Einfahrt auf den Münsterplatz von der Wiestorstraße aus erlaubt. Die Einbahnregelung in der Krummebergstraße wird umgekehrt, sodass die Ausfahrt über Münsterplatz, Lindenstraße und Gradebergstraße zur Sankt-Ulrich-Straße möglich wird. Die Anwohner in der Christophstraße, welche einen Anspruch auf eine Ausnahmegenehmigung haben, werden im März durch die Abteilung Öffentliche Ordnung angeschrieben.

Mit einer groß angelegten Beschilderung, die schon ab der Autobahnabfahrt beginnt, wird der Individualverkehr über die B31 und die Anschlussstelle Rengoldshauser Straße auf das Kramergelände, den zentralen Park & Ride Platz an der Nußdorfer Straße, gelenkt.

Park & Ride
Der Parkplatz fasst rund 1000 Stellplätze, an Spitzentagen gibt es unweit davon auf dem Diehl-Parkplatz Ausweichparkplätze. Der Parkplatz kostet 5 Euro. Im Preis enthalten ist auch die Nutzung des LGS-Bus-Shuttles zu den Ausstellungsbereichen. Die Nutzung des LGS-Bus-Shuttles ist außerdem im Landesgartenschau-Ticket enthalten, egal ob Tages- oder Dauerkarte. Man kann beliebig oft ein- und aussteigen. Insgesamt verkehren je nach Bedarf drei Busse, zwei Hybrid-Gelenkbusse und ein Elektrobus. An Spitzentagen können es auch mehr sein. „Da sind wir dank unseres Partners sehr flexibel und können schnell reagieren“, so Leitner. Der Bus-Shuttle fährt vom Kramergelände über den ZOB und die Bahnhofstraße/Blumenhalle zum Uferpark und zurück über die Blumenhalle, den Landungsplatz und den ZOB zum Kramergelände.

In der gesamten Überlinger Innenstadt wird es zur Landesgartenschau 831 Fahrradstellplätze, zusätzlich zu den bereits vorhandenen geben, ebenso 112 zusätzliche Motorradstellplätze, unter anderem am Kramergelände, dem ZOB, dem Olberplatz, an der Kapuzinerkirche und der Bahnhofstraße und am Bahnhof Therme.

Reisebusse
Die Reisebusse werden an der Abfahrt Überlingen-Mitte über die Lippertsreuter Straße zum ZOB geleitet, wo die Gäste aus – und einsteigen. Busse aus Richtung Sipplingen müssen über Aufkirch auf die B31 neu auffahren und von dort aus der regulären Route zum ZOB folgen. Nachdem die Besucher der LGS ausgestiegen sind, fahren die Busse vom ZOB über die L200 auf die B31 neu bis zur Abfahrt Rengoldshauser Straße und Parken auf dem Areal der ehemaligen Straßenmeisterei (Warteplatz Nußdorf) und genauso wieder zurück zum ZOB, um die Gäste wieder einsteigen zu lassen. Kooperationen und Kombitickets gibt es mit den Nahverkehrsverbünden naldo, bodo und Hegau-Bodensee (VHB). Natürlich wird auch der Bodensee wichtig für die Verkehrsanbindung der Landesgartenschau.

Mit dem Schiff zur Landesgartenschau
Die Bodensee Schiffsbetriebe (BSB) richten die Mole beim Bahnhof Therme als LGS-Anlegestelle für 2020 her und fahren sie zusätzlich zum Landungsplatz viermal täglich an. Private Schiffsbetreiber wie Held oder Deinis stellen sich ebenfalls auf das Großereignis ein und fahren regelmäßig Nußdorf an beziehungsweise kommen von Bodman-Ludwigshafen über Sipplingen an die Mole.

Wegen der hohen Dichte an Baustellen auf den Zugstrecken Richtung Überlingen ist die Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH mit Unterstützung von Oberbürgermeister Jan Zeitler noch in Verhandlungen mit der Bahn und dem Verkehrsministerium. „Geplant ist im Augenblick, dass es Direktlinien von Engen, Mengen und Sigmaringen gibt“, so Geschäftsführer Leitner. Ein Kombiticket Bahn-Landesgartenschau ist ebenfalls in Planung, die Gespräche darüber sind noch nicht abgeschlossen.