Natur & Umwelt Natur & Umwelt

Die Evolution des Weizens

Vortrag des Keyserlingk-Instituts aus Salem

  • Freitag, 04.06.2021
    14:00 – 15:00 Uhr
  • Villengärten – Grüner Salon
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  • Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH

10 000 Jahre Weizenentwicklung. Jahrtausende lang war das Saatgut in der Hand des Bauern. Es wurde ohne Unterbrechung jedes Jahr ausgesät und von Generation zu Generation weitergegeben. Die einzelnen Sorten entwickelten sich angepasst an Klima und Bodenbedingungen der Regionen und an die Bedürfnisse der dort lebenden Menschen.

Es gibt viele Weizen­arten, die botanisch alle in der Gattung Weizen (Triticum) zusammengefasst werden. Hierzu gehören auch Einkorn und Emmer (Triticum monococcum und T. dicoccum), frühe Kulturformen des Weizens, die in den Anfängen der Ackerbaukultur aus Wildgräsern entwickelt worden sind. Vom Emmer stammen der Hartweizen (Triticum durum) und andere Weizenarten ab, bei denen das Korn nach dem Dreschen nicht mehr im Spelz eingeschlossen ist. Die Art Verschmelzung mit dem weizenverwandten Gras Aegilops squarrosa hat schließlich unseren gewöhnlichen Weizen (Triticum aestivum) hervorgebracht.

Aus hochwüchsigen Landsorten des 19. Jahrhunderts sind durch Auslese und Kreuzungszüchtung die heutigen Kurzstrohsorten entstanden. In der Züchtung für den biologischen Landbau wird die Nahrungsqualität in den Vordergrund gestellt. Eher hochwüchsige Sorten werden bevorzugt. So auch am Keyserlingk-Institut aus Salem. In Zusammenarbeit mit Bio-Bauern und Bäckereien am Bodensee werden dessen Sorten angebaut und zu Brot verarbeitet – regional von der Züchtung bis zum Brot.

www.saatgut-forschung.de