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Architekturbüro Hermann Kaufmann + Partner plant die Gastronomie im Uferpark

07.02.2018

Die konkrete Planung der dauerhaften gastronomischen Einrichtung im Überlinger Uferpark und die Suche nach einem Betreiber kann beginnen. Eine aus der Verwaltungsspitze, Vertretern der Gemeinderatsfraktionen und einem Mitglied der Geschäftsführung der Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH bestehende Jury hat nach zwei Sitzungen am vergangenen Freitagnachmittag das Architekturbüro Hermann Kaufmann + Partner ZT GmbH zum Sieger einer Mehrfachbeauftragung gekürt. Das Büro aus Schwarzach (Österreich) mit 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist auf Holzbau spezialisiert, hat schon zahlreiche Hotels geplant und gebaut und auch das neue Gipfelrestaurant auf dem 2244 Meter hohen Nebelhorn (Oberstdorf) realisiert.

 

faktorgruen Landschaftsarchitekten und der von der Stadt Überlingen beauftragte Gastronomieberater Ingo Wessel (hospitality development) hatten die anonymisierte Mehrfachbeauftragung vorbereitet und durchgeführt. Eingeladen waren drei Büros, die ihre Arbeiten mit einer Tarnnummer versehen abgegeben hatten. Erst nach der Entscheidung der Jury wurden die Umschläge mit den Tarnnummern und den dazugehörenden Planern geöffnet. Zwei Sitzungen der Jury waren nötig, weil die Jury bei zwei Büros eine Nachbearbeitung gewünscht hatte.

 

Die Gastronomie soll Folgendes bieten:

  • Aufenthaltsort im neu gestalteten Uferpark
  • Servicefunktionen für Spielplatz (Erfrischung, WC)
  • Präsenzfunktion im Uferpark
  • Destination zum Ausgehen und zur Begegnung für Überlinger und Gäste

 

Die Aufgabe an die Architekten war zweigeteilt. Zum einen sollten sie eine dauerhafte Gastronomie für den Uferpark entwickeln und gleichzeitig die temporäre Nutzung des Restaurants als Pavillon des Landkreises Bodenseekreis und die Unterbringung und Versorgung einer großen gastronomischen Einheit während der Landesgartenschau 2020 einplanen. In der Aufforderung zur Teilnahme an der Mehrfachbeauftragung wurde unter anderem Wert gelegt auf Erfahrung in der Konzeption und im Bau von Gastronomie, nachweislich in den vergangenen zehn Jahren und die Planung und Realisierung mindestens eines Gastronomieprojekts in den zurückliegenden drei Jahren.

 

Beurteilungs- und Entscheidungskriterien für den eingereichten Entwurf waren:

  • Hochbauliche Qualität
  • Eignung zur Nutzung für das Gastronomiekonzept
  • Qualität im Hinblick auf Energiebilanz
  • Landschaftsarchitektonische und städtebauliche Einbindung
  • Umgang mit der Lage im Uferpark West
  • Wirtschaftlichkeit

 

Das Architekturbüro Hermann Kaufmann + Partner ZT GmbH hat den Pavillon geplant als zweigeschossigen Baukörper mit möglichst geringem Bodenverbrauch und ihn an der nördlichen Grenze des Grundstücks platziert. Dadurch bleiben im Süden großzügige Freiflächen erhalten, die als attraktive Außensitzbereiche mit Seeblick genutzt werden können. Während der Landesgartenschau soll der Gastraum des Pavillons als Ausstellungsfläche genutzt werden. Zur Unterbringung der Landesgartenschaugastronomie wird der Bau durch temporäre Raummodule ergänzt.

 

Eingeladen, ihre Entwürfe zu präsentieren, waren neben dem späteren Sieger: Architektengruppe Überlingen, bestehend aus Klaus König, Dipl. Ing. Architekt, und bgi Böhler Großhardt GmbH & Co.KG Architektur & Projektmanagement, Jangled Nerves GmbH aus Stuttgart

 

Die Jury bestand aus:

Oberbürgermeister Jan Zeitler (Vorsitz), Bürgermeister Matthias Längin, Stadtkämmerer Stefan Krause, sowie den Gemeinderäten: Jörg Bohm, Dr. Ulf Janicke, Hubert Büchele, Udo Pursche (bei der zweiten Sitzung vertreten durch Michael Wilkendorf), Raimund Wilhelmi und Roland Leitner, Geschäftsführer der Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH (vertreten durch GF Edith Heppeler). Ingo Wessel (hospitality development) und Jürgen Pfaff von faktorgrün standen der Jury beratend zur Seite und betreuten das Verfahren der Mehrfachbeauftragung.