Die Rosenobelgärten

In diesem verwunschen und romantisch anmutenden Ausstellungsbereich hinter der Stadtmauer präsentieren vor allem die Landwirte ihren Beruf und die Produktvielfalt der Region und das Auto & Traktor Museum kommt mit einer historischen Zugmaschine. Der 18 Meter hohe Rosenobelturm lockt mit einer einzigartigen Aussicht auf die Stadt und die Umgebung. Obst- und Gartenbauvereine sowie die Landfrauen stellen aus, ein Marktplatz mit Außengastronomie und kleiner Terrasse bietet sich für eine Pause an.

Iris-Farbkreis

Seit mehr als 90 Jahren widmet sich die Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin im Markgräflerland dem Anbau winterharter Gartenblumen. Iris, Pfingstrosen und Taglilien zählen dabei zu ihren langjährigen Spezialitäten. In Zusammenarbeit mit Dr. Christfried Preußler, der der Gärtnerei seit Jahrzehnten treu verbunden ist, entstand nun ein ganz besonderes pflanzliches Kunstwerk: Ein Regenbogen aus 15 farblich fein aufeinander abgestimmten hohen Bartiris-Sorten, die ab Mai für ein blütenreiches Schauspiel sorgen, wenn so klangvolle Sorten wie ‘Mer du Sud‘, ‘Feu du Ciel‘ und ‘Before the Storm‘ ihre prächtigen, duftenden Blüten öffnen.

Ist der erste Flor vorüber übernehmen passende Begleitstauden wie zierliches Federhaargras, Fetthenne, Katzenminze, Spanisches Gänseblümchen, Eisenkraut, Teppichthymian, Schleierkraut und kleines Lampenputzergras die Bühne. Ab Juni schwebt zudem weißer Kugellauch über dem Kreis und sorgt für zusätzliche Akzente. Doch der Farbkreis ist nicht nur schön anzusehen. Er besitzt auch ökologischen Nutzen, denn viele der Begleitstauden sind reiche Nektarquellen für Insekten. Schauen Sie einmal genau, welche Pflanzen besonders gern von Bienen, Hummeln oder Schmetterlingen besucht werden!

Lichtyam®

Die Yams ist mit über 600 Arten eine außerhalb Europas sehr verbreitete, ursprüngliche Heil- und Nahrungspflanze. Der botanische Name der Yams-Pflanzenfamilie „Dioscoreaceae“ geht auf den griechischen Arzt Dioscorides (50 n. Chr.) zurück. Eine spezielle chinesische Art der Yams, botanisch Dioscorea batatas, wird wegen ihrer besonderen Qualität als „Lichtyam® vom Andreashof“ in Überlingen-Deisendorf biologisch-dynamisch angebaut. Im Chinesischen wird die Dioscorea batatas „Shan Yao“ genannt, was „Bergmedizin“ bedeutet. Diese qualitativ unverfälschte, aus dem Norden Chinas stammende Sorte besitzt in besonderem Maße die Fähigkeit, in ihrer unterirdischen Knolle Lichtkraft zu speichern. Der Demeter-Betrieb Andreashof baut neben der Lichtyam® auch verschiedenste Tee- und Küchenkräuter sowie Rosen an.

Hopfenanbau

Hopfen (Humulus lupulus) gehört botanisch zur Ordnung der Nesselgewächse und der Familie der Hanfgewächse. Hopfen benötigt eine Steighilfe. Zu deren Verankerung dienen die 7–8 Meter hohen landschaftsprägenden, stabilen Gerüstkonstruktionen, die auch starken Unwettern und den Föhnwinden am Bodensee Stand halten müssen. Neben geringer Verwendung als Arzneimittel geht die weltweit produzierte Hopfenmenge von ca. 60 000 ha zu 95% an die Brauereien. In Tettnang ergriffen um 1844 sieben Bürger der Stadt die Initiative und legten Mustergärten an. Dies war der eigentliche Zündfunke für das Hopfenanbaugebiet Tettnang und den gewerblichen Anbau von Hopfen, der über die reine Selbstversorgerwirtschaft hinausging. Aktuell bewirtschaften im Gebiet Tettnang 130 Betriebe rund 1 450 ha und damit ca. 2,3% der Welthopfenfläche. Den Schwerpunkt bildet die gebietsprägende, edle Landsorte Tettnanger mit 750 ha Fläche. Insgesamt stehen mittlerweile über 20 Sorten im Anbau.

Obstbrenner

Klein- und Obstbrennereien sind landwirtschaftliche Nebenbetriebe, die pro Jahr höchstens 300 Liter Alkohol herstellen dürfen. In Baden-Württemberg sind noch knapp 12 000 Brennereien aktiv. Rund um den Bodensee gibt es noch weit über 1000 dieser kleinen Brennereien. Die Klein- und Obstbrenner verarbeiten viel Obst von Streuobstwiesen. Sie tragen erheblich zum Erhalt dieser Kulturlandschaft bei. Diese Streuobstwiesen bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten eine Heimat und sind auch ein natürliches Refugium alter Obstsorten. Der Kleinbrenner hat als Betriebsleiter die Herstellung der Obstbrände und -liköre selbst in der Hand. Von der Pflege des Baumes, über die Ernte und das Einmaischen bis zum Destillieren und der Fertigstellung des Brandes oder Liköres führt sehr oft eine Person alles durch. So können Brenner viele Spezialitäten, die man sonst nicht so oft bekommt, herstellen. Die am meisten gebrannten Obstsorten sind nach wie vor Äpfel und Birnen, gefolgt von Steinobst wie Kirschen, Zwetschgen und Mirabellen. Vermehrt werden Brände auch sortenrein hergestellt, am bekanntesten ist der Williams Birnenbrand. Bei dem einen oder anderen Brenner kann man auch Trendspirituosen wie Gin oder Whisky aus eigener Herstellung und aus heimischen Zutaten hergestellt, bekommen.

​Landwirtschaftsamt Bodenseekreis

Bereits in der Steinzeit, also 4800 v. Chr., wurde am Bodensee Obst verspeist. Die Früchte waren um einiges härter, sahen anders aus und schmeckten bestimmt noch nicht so gut wie heute. Auch die Pflanzen an sich waren eher mit Büschen, denn mit Bäumen vergleichbar. Dennoch wurden rundum die Pfahlbauten Kerne und Steine dieser Obstkulturen gefunden. Sogar Apfelschnitze und -schalen fand man, was auf einer Dörrung, Vermostung und Einlagerung der Früchte schließen lässt. Der Ausstellungseitrag gewährt einen spannenden Einblick in die lange Geschichte des Obstanbaus am See.

Auto & Traktor Museum

Das Auto & Traktor Museum in Uhldingen-Mühlhofen ist ein spannendes Museum mit insgesamt 350 Automobilen, Motorrädern und Traktoren. Es bietet eine faszinierende Zeitreise durch 100 Jahre Stadt- und Landleben. Die Fahrzeuge sind integriert in eine Sammlung zahlloser Exponate, mit denen die Entwicklung des Land- und Stadtlebens der letzten 100 Jahre dargestellt wird. Überall gibt es etwas zu entdecken: Hier eine alte Schule, dort ein Laden mit Haushaltsartikeln, hier eine Schuhmacherwerkstatt, dort eine alte Waschküche. Eine Motorradwerkstatt, einen Friseursalon, einen Kiosk sowie Wohnzimmer der jeweiligen Epoche sind zu bewundern. Seit Frühjahr 2017 ist die Sammlung von Fritz B. Busch aus Wolfegg im Auto & Traktor Museum integriert.

Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft

Insekten bringen Leben und Vielfalt in den Garten – sie spielen eine äußerst wichtige Rolle in der Natur. Sie bestäuben Zier- und Nutzpflanzen, können Schädlinge regulieren und dienen selbst wiederum als Nahrungsgrundlage für viele Tiere, wie zum Beispiel Vögel und Kleinsäuger. Ohne Insekten kommt unsere Umwelt kräftig ins Wanken. Im insektenfreundlichen Obst- und Ziergarten wird gezeigt, dass es auch im Garten viele Möglichkeiten gibt, Insekten und anderen Tieren einen attraktiven Nahrungs- und Lebensraum zu bieten. Die Vielfalt bringt`s! Obstgehölze, Beerensträucher und ein vielfältiges Staudenbeet liefern Rückzugsbereiche und Nahrungsquellen. Besonders Raupen sind oft auf spezielle heimische Gehölze und Stauden als Futterpflanzen angewiesen. Auch viele Wildbienen haben ihre Lieblingspflanzen. Eingesäte Blühstreifen und Nektartankstellen, wie Sommerflieder, Lavendel oder Fetthenne, sind regelrechte Hotspots und werden von vielen Insekten gerne angeflogen. Einfache Blüten, die nicht gefüllt sind, erleichtern den Zugang zum Nektar. Wilde Ecken, Steinriegel, Reisighaufen und Totholz bieten Nistgelegenheiten und Rückzugsorte. Nisthilfen ergänzen dieses Angebot. Der Einsatz für die kleinen Helfer lohnt sich, denn ein insektengerechter Garten ist auch immer gelebte Nützlingsförderung.

​Badewannen-Biogarten

Steine und Asphalt speichern Sonnenwärme besser als der Gartenboden. In Innenhöfen und auf Terrassen staut sich oft die Luft. Dort kann die Temperatur dann bis zu zwölf Grad höher sein als im Gartenbeet. Im Frühling und Herbst wird so die Saison um einige Wochen verlängert. Jederzeit sind frische Kräuter und Gemüse verfügbar. Auf die Bedürfnisse der einzelnen Arten kann man gut eingehen, z.B. werden kleine Arten wie Thymian nicht überwuchert. Starkwüchsige Arten wie Zucchini können über den Rand hängen. Kälteempfindliches kann in kühlen Nächten ins Haus geholt werden. Boden, Feuchtigkeit, Nährstoffbedarf und Licht können optimal auf die jeweilige Pflanze abgestimmt werden. In der Regel gibt es keine Schnecken.

Das richtige Pflanzgefäß: Hier sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt: Ob Balkonkästen, Terrakotta oder Kunststoffkübel, Mörtelwannen, alte Badewannen, ausgediente Eimer, Holz- oder Bäckerkisten, Palletten, alte Schuhe oder ausrangierte Taschen.

Entscheidend ist der Wasserabzug. Gut ist es, in den Boden Löcher zu bohren. Unten in das Gefäß kommt eine Drainageschicht aus Kieselsteinen, Tongranulat, Bimskies oder Lavabruch. Um Staunässe zu vermeiden kann der Topf auf kleine Hölzchen in den Untersetzer gestellt werden. Bäcker- oder Weinkisten, Palletten und Körbe werden mit Unkrautvlies ausgelegt.

Donau-Silphie

Die Energiepark Hahnennest GmbH & Co. KG ist ein Zusammenschluss von vier landwirtschaftlichen Familienbetrieben aus Hahnennest bei Ostrach. Das kleine Dorf hat ca. 40 Einwohner und liegt in der Nähe des schönen Bodensees. 2011 haben die vier Betriebsleiter Georg Rauch, Thomas Metzler, Edwin König und Egon Kaltenbach gemeinsam eine Biogasanlage gebaut. Von Anfang an war es den Landwirten wichtig, einen ausgeglichen Substratmix zu haben, weshalb direkt mit dem Bau der Anlage auch die Suche nach Alternativen zum Mais begonnen hat. So wurde eine Idee von Ralf Brodmann, dem Schwager von Thomas Metzler, verfolgt. Er entdeckte die Durchwachsene Silphie bereits 2007 bei einem Kartenspiel. Eigens zur Saatgutzüchtung, zur Vermehrung und zum Vertrieb des Saatguts haben Thomas Metzler und Ralf Brodmann die Metzler & Brodmann Saaten GmbH gegründet. Das Silphien-Saatgut wird inklusive Anbaukonzept unter dem Markennamen Donau-Silphie verkauft.