12. Dezember 2019

Einweihung der Gastronomie im Uferpark

„Das Gastronomiegebäude fügt sich sehr gut in die naturnahe Gestaltung des Uferparks ein, gerade an dieser landschaftlich sensiblen Stelle. Es ist äußerst gelungen und wird ganz sicher ein zentraler Anlaufpunkt für alle Besucherinnen und Besucher sein, zum Verweilen einladen und den See auf eine völlig neue Art und Weise erlebbar machen, davon bin ich überzeugt.“ Oberbürgermeister Jan Zeitler zeigte sich äußert zufrieden über das Gastronomiegebäude, das nun bis auf kleine Arbeiten im Innenausbau fertiggestellt ist.

„So ein Projekt in so kurzer Zeit mit so vielen Beteiligten zu realisieren, das ist schon beeindruckend“, so der OB in Richtung aller beteiligter Firmen und der Bauleitung. Die Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH, allen voran Geschäftsführer Roland Leitner, hat den Bau im Auftrag der Stadt abgewickelt. Herzlichen Applaus gab es auch für den Architekten Roland Wehinger vom Büro Hermann Kaufmann + Partner aus Schwarzach (Österreich), das den Wettbewerb gewonnen hatte. Spatenstich war im März.

Die Architekten haben die Gastronomie als zweigeschossigen Holzbau mit einer Fassade aus unbehandelter Weißtanne mit möglichst geringem Bodenverbrauch geplant und ihn nah an der nördlichen Grenze des Grundstücks platziert. Dadurch bleiben im Süden Richtung Bodenseeufer großzügige Freiflächen erhalten, die als attraktive Außensitzbereiche mit Seeblick genutzt werden können. Der Zugang zur Gastronomie und zum Kiosk orientiert sich zu den benachbarten Spielflächen. Ungeachtet der Öffnungszeiten der Gastronomie wird eine öffentliche und behindertengerechte Toilette im Erdgeschoss immer zugänglich sein und auch die Taucher haben einen eigenen Raum im Erdgeschoss.

Weißtanne sorgt für besondere Atmosphäre
Der Gastraum und die Treppenaufgänge zu den oben gelegenen Sanitärräumen und der Dachterrasse sind ebenfalls komplett mit Weißtanne verkleidet, der moderne und zurückhaltende Betonestrich auf dem Boden überlässt der sehr natürlichen Innenraumgestaltung des Restaurants die Hauptrolle. Alle Ebenen des Gebäudes, einschließlich Dachterrasse, sind über einen Personenaufzug barrierefrei zugänglich. Geißblatt, Jungfernrebe und Baumwürger sind die Rankpflanzen, die um das Stahlgeflecht der Gebäudehülle oberhalb des Erdgeschosses klettern und einen natürlichen Sonnenschutz bilden werden.

Durch eine flexible Trennwand kann der Gastraum in verschiedene Bereiche abgetrennt werden. Auch ist es möglich, für Gruppen und Feiern einen separaten Raum zu schaffen. Während die Freiflächen in den Sommermonaten großzügig bespielt werden, können die bewirteten Flächen und der Personaleinsatz an besucherschwachen Tagen auf ein Minimum reduziert werden, ohne dabei an Attraktivität zu verlieren. Der Kiosk dockt zudem direkt an Küche und den Gastronomietresen an, was zusätzliche Synergien schafft. Zusammengenommen bieten sich so optimale Grundlagen, um das Gebäude an 365 Tagen im Jahr zu betreiben.

Pavillon des Landkreises
Doch bevor die Gastronomie ihren Betrieb aufnimmt, wird der Gastraum des Restaurants vom 23. April bis 18. Oktober 2020 als Landkreispavillon genutzt werden. Die Städte und Gemeinden, Ämter des Landratsamtes, Vertreter aus Wirtschaft und Tourismus, Vereine, Gruppen, Institutionen, Einrichtungen, Innungen und viele andere können hier zeigen, wie sie den Bodenseekreis lebens- und liebenswert machen und den Besuchern mit Veranstaltungen, Aktivitäten, Vorführungen und Mitmachaktionen ihren Bodenseekreis präsentieren. Darüber hinaus wird es eine Dauerausstellung mit Themeninseln geben, die mit interaktiven Gestaltungselementen dazu einladen, den Landkreis in Form von dauerhaft angebrachten Exponaten zu entdecken (z. B. die Themeninseln Wasser, High-Tech und Tourismus). Des Weiteren ist ein Kunstausstellungsraum mit wechselnden Künstlerinnen und Künstlern aus der Region (Bereiche Malerei und Skulptur) vorgesehen.

Das Gastronomiegebäude in Zahlen:
840 m² Grundfläche gesamt
218 m² Gastraum
200 m² Außenterrasse
182 m² Dachterrasse mit separatem Zugang
160 m² Dachbegrünung (extensiv)
Alle Ebenen des Gebäudes, einschließlich Dachterrasse, sind über einen Personenaufzug barrierefrei zugänglich.
Baukosten 3,6 Millionen Euro
Bauherr Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH im Auftrag der Stadt Überlingen