Konzept

Ausstellungskonzept

Erfrischend - Grenzenlos - Gartenreich

Flächen von rund 11,5 Hektar stehen für das Ausstellungsjahr zur Verfügung. Kernbereich ist der neue Uferpark für Spiel, Sport und Freizeit. Er wird mit der Landesgartenschau vom 23. April bis 18. Oktober 2020 eingeweiht.

 

Mit dem Schiff direkt am Ausstellungsgelände des Uferparks anlegen, im flachen Wasser des Bodensees kneippen oder durch die kühlen Gräben der Stadt flanieren. Das ist die Landesgartenschau Überlingen 2020, die erste Landesgartenschau am Bodensee. Mit der Ausstellungsfläche ist sie zwar eine der kleinsten bisher in Baden-Württemberg, mit dem 536 Quadratkilometer großen See und all seinen Möglichkeiten aber dann doch die größte.

 

Die Landesgartenschau in Überlingen erfrischt mit neuen Ideen und nutzt die einmalige Chance, nicht nur zu Land, sondern auch zu Wasser gärtnerische Kreativität zu inszenieren. Die Landesgartenschau Überlingen reißt Mauern ein. Die naturnahe Gestaltung des Uferparks im westlichen Stadtausgang hebt die Grenze auf zwischen See und Land. Sie eröffnet einen einmaligen, unverstellten Blick hinaus auf den Obersee bis hin zu den Gipfeln der Alpen und ans Ende des Überlinger Sees und auf den Bodanrück. Auch in den Rosenobelgärten und den Menzinger Gärten verschwinden die Barrieren, die Gärten werden frei zugänglich für alle Überlinger und ihre Gäste.

 

Die Landesgartenschau kommt in die Stadt. Überlingen ist reich an Gärten. Schon heute trägt die Stadt den Beinamen „Gartenstadt". Auf dem vier Kilometer langen Gartenkulturpfad, der die schönsten Park- und Gartenanlagen wie den Stadtgarten, den Badgarten oder den Museumsgarten miteinander verbindet, finden Gäste und Einheimische inmitten der Stadt grüne Oasen der Ruhe und Entspannung. Mit dem Uferpark wird die Gartenvielfalt im Jahr 2020 um eine moderne Komponente bereichert. Und mit der Aufwertung und Vernetzung des innerstädtischen Grüns vom westlichen Stadtrand bis rein in den Park im Bereich des ehemaligen Seesportplatzes schafft die Landesgartenschau langfristig ein neues wertvolles Gartenreich.

 

Erste Ideen 

Wiederkehrendes Leitmotiv für die Besucherinnen und Besucher soll die Bodenseeobstkiste werden, die in unterschiedlichen Formaten, sei es als kleine gastronomisch Einheit, als Minitribüne oder als Sitzgelegenheit, im Stadtbild auftauchen wird. Im Uferpark werden gemäß dem Motto „natürlich ufernah“ naturnahe Themen gespielt, zum Beispiel mit dem NABU, Forst BW, dem Landkreis mit den entsprechenden Fachabteilungen, dem Gewässerschutz.

 

Im Kurgarten sind pflanzliche Schwerpunkte und eine hochwertige gartenarchitektonische Gestaltung vorgesehen, nicht zuletzt, weil unmittelbar in der Nachbarschaft zum einstigen Haus des Gastes das Pflanzenhaus gebaut wird. Dort soll neben einem Teil der wertvollen Kakteensammlung der Stadt 2020 der Treffpunkt Baden-Württemberg untergebracht werden, ein fester Bestandteil einer jeden Gartenschau und Plattform für die Beiträge des Landes. Der herrschaftliche Charakter des Kurgartens wird betont. Hier wird es um schöne Gärten, Wasser, Gesundheit und Ruhe gehen.

 

Der See wird in Szene gesetzt, unter anderem mit schwimmenden Gärten und Schiffsanbindungen als Brücke über den See. Auch eine temporäre Seebühne ist geplant sowie florale Installationen auf dem Wasser.

 

In der ehemaligen Kapuzinerkirche werden die Floristen ihre kunstvollen Blumenschauen zeigen. Im Blatterngraben spielt die Geschichte der Stadt eine Rolle, im Bereich der Rosennobelschanze werden die Nahversorgung und das Kleingartenwesen modern und neu interpretiert. Menzinger Gärten und St. Johann-Graben sind als gärtnerisches Juwel mit eingeplant. Hier könnten die Landfrauen, der SWR oder die Imker eine Gelegenheit finden, sich zu präsentieren