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Neujahrsführung ganz nah am Wasser

08.01.2018

Jetzt kann man das Wasser nicht nur sehen, sondern auch erleben. Diese Erfahrung machten im vergangenen Jahr mehr als 2000 Interessierte und am Ende auch immer begeisterte Besucherinnen und Besucher der Baustellenführung der Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH. Das Versprechen „natürlich ufernah“ hat die LGS eingelöst.

 

Das Team der LGS wird auch weiterhin der Öffentlichkeit an jedem ersten Samstag im Monat von April bis Oktober zeigen, wie der Uferpark immer mehr Gestalt annimmt. Aufgrund der Arbeitspause im Park, der guten Witterung und der ungebrochenen Nachfrage gab es zum Jahresauftakt eine Extraführung, an der rund 100 Interessierte teilnahmen.

 

Vor allem im zweiten Bauabschnitt, vom Eingang des ehemaligen Campingplatzes bis zum Bahnhof Therme, gab es viel zu sehen. Roland Leitner und Edith Heppeler, die beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH, führten die Gruppen direkt dorthin, wo der Unterschied am größten ist: an das Bodenseeufer. An der Stelle der alten Bahnhofstraße entsteht unter anderem ein knapp 230 Meter langer Flachuferbereich mit direktem Seezugang, den man schon deutlich erkennt. Hier wird auch ein stufenloser Weg zum See angelegt.

 

„Zuerst haben wir den Asphalt samt der darunterliegenden Tragschicht entfernt, dann Tonnen von Erde bewegt und damit begonnen, den Aussichtspunkt beim Bahnhof Therme, der mal fünf Meter hoch sein wird, zu modellieren und die drei Terrassen am See anzulegen", schildert Edith Heppeler die bisherigen Arbeiten. Auf der untersten Terrasse wird größtenteils Strandrasen gepflanzt, die zweite Stufe wird mit einer großen Sandfläche ein Spielparadies für Kinder und die Riesenschaukeln auf der obersten Terrasse laden Groß und Klein ein. „Mit denen bekommt man das Gefühl, direkt ins Wasser zu schaukeln", so die Geschäftsführerin.

 

Einige Besucherinnen und Besucher sind zum ersten Mal zu einer Baustellenführung gekommen. „Ich habe gegen die Gartenschau gestimmt", sagt eine junge Überlingerin ganz offen. „Aber jetzt bin ich froh, dass die Mehrheit dafür war." Sie kann sich vorstellen, nach der Landesgartenschau 2020, wenn der Uferpark für alle frei zugänglich sein wird, viele Spaziergänge durch den Park bis zur Sylvesterkapelle zu machen. Andere waren schon oft dabei. „Es ist mein fünfter Besuch", sagt ein älterer Herr. Und es soll nicht der letzte gewesen sein. Ihn interessiert, wie sich die Baustelle entwickelt. „Man kann schon so viel vom künftigen Park erkennen", sagt er.

 

Was man noch nicht sehen kann, berichten die beiden Geschäftsführer. Etwa, dass es 2018 eine Ausschreibung für die Spiellandschaft geben wird, weitere Bäume gepflanzt werden, intensiv am Verkehrskonzept gearbeitet wird, eine Seebühne entstehen soll und vieles mehr. Eine Seilbahn wird von den Freunden der Landesgartenschau finanziert. Sie erfüllen damit einen Herzenswunsch vieler Kinder in Überlingen, die Anfang 2017 bei einer großen Bürgerbeteiligung von Stadt und LGS GmbH Ideen für die Spiellandschaft gesammelt haben.

 

Auf dem zweiten Aussichtspunkt des Parks, im Westen bei der alten Trauerweide, endet der Rundgang mit Reaktionen, die das LGS-Team schon bei vielen Führungen erlebt hat: Große Begeisterung angesichts der neuen Perspektiven auf den Bodensee und die Landschaft ringsum.