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Ein ereignisreiches Jahr für die LGS GmbH

20.12.2017

Viel erreicht hat die Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH im Jahr 2017. Die Baustellen im Uferpark und der Uferpromenade liegen voll im zeitlichen und finanziellen Rahmen, die Grünvernetzung wurde auf den Weg gebracht, am Ausstellungskonzept und dem Veranstaltungsprogramm wurde intensiv gearbeitet und ein erster Zwischenstand zum Verkehrskonzept vorgelegt. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdoppelte sich von fünf auf zehn. „Die Dynamik im Projekt nimmt ständig zu, aber wir sind professionell aufgestellt und kommen sehr gut voran“, so LGS-Geschäftsführer Roland Leitner in seiner Jahresbilanz. Wie viele Tage es noch bis zur Eröffnung der ersten Landesgartenschau am Bodensee am 23. April 2020 sind, ist täglich neu an der Litfaßsäule auf der Hofstatt und auf der Homepage abzulesen.

 

Weitestgehend fertiggestellt ist der erste Bauabschnitt. Schon jetzt ist erkennbar, wie abwechslungsreich und gestalterisch wertvoll der Uferpark werden wird. Der Park schafft mit seiner naturnahen Ufergestaltung großflächig neue Seezugänge und Freiräume für künftige Generationen. Steil- und Flachufer im westlichen Parkteil sind modelliert und gestaltet, die Beete für die Staudenpflanzungen auf dem höchsten Punkt des Parks im Westen schon gefasst und die Linsenform ist gut erkennbar. Die Rasen- und Wiesenflächen sind größtenteils angesät und die Wegeführung ist fast fertig, die Treppen- und Sitzstufen aus Rorschacher Sandstein sind angelegt. Die ersten neuen Bäume wurden gepflanzt.

 

Im September begann der zweite Bauabschnitt im Uferpark. Zunächst standen die Uferabflachung und umfangreiche Erdbewegungen im Vordergrund. Der Erdaushub musste auf Altlasten untersucht werden, denn das zu bearbeitende Gelände war einst unter anderem Standort eines Tanklagers. Die Modellierung des Geländes ist inzwischen gut erkennbar, ebenso der große Flachuferbereich mit direktem Seezugang. Die neue Anliegerstraße auf der alten Bahnhofstraße ist fast fertiggestellt.

 

Bürgerbeteiligung

Ein Paradebeispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH und der Stadt Überlingen nennt Roland Leitner die gemeinsame Bürgerbeteiligung für Kinder und Jugendliche im Januar und Februar. „Mit Unterstützung der Koordinierungsstelle LGS im Bauamt sowie den Fachbereichen I und III haben wir es geschafft, einen großen Kreis der künftigen Nutzer, die wir angemessen berücksichtigen wollen, anzusprechen. Hervorheben möchte ich vor allem das Jugendreferat, dass sich besonders engagiert und sogar ein LGS-Poly entwickelt hat, ein Spiel, in dem die Jugendlichen ihre Wünsche und Ideen einbringen konnten.“

 

Zwei Bürgerbeteiligungsveranstaltungen fanden zur Nutzung des Uferparks nach 2020 statt. Neben der Bürgerbeteiligung gab es neben dem zweimal erscheinenden LGS-Magazin HALLO GRÜN! eine Reihe von Bürgerinformationen, unter anderem im Mai im Kursaal und im Juni im Museumssaal sowie bei den Baustellenbegehungen mit rund 2000 Interessierten, zwei Festen im Garten der LGS-Geschäftsstelle und zwei Auftritten mit dem LGS-Bauwagen bei den verkaufsoffenen Sonntagen.

 

Uferpromenade

Der Startschuss für den ersten Bauabschnitt für die Umgestaltung der Uferpromenade zwischen der städtischen Galerie „Zum faulen Pelz“ und dem Mantelhafen bis zur Hafenstraße fiel am 16. Oktober. Die Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH realisiert für die Stadt als Dienstleister das Korrespondenzprojekt der Landesgartenschau die Baustelle im Herbst und im Winter, um die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten.

 

Durch ihre Konstruktion, nämlich in direkter baulicher Verbindung mit dem Ufersammler, ist der Gestaltungsspielraum eingeschränkt. Bestandteile, die unmittelbar mit dem Kanal zusammenhängen, müssen erhalten bleiben: die Blumenbeete und die Betonsitzbänke. Neue Langbänke entlang des Ufers erhöhen die Aufenthaltsqualität und machen die Promenade attraktiver. Die Uferpromenade ist künftig barrierefrei zu begehen.

 

Der neue Belag der Uferpromenade besteht rotem Porphyr und grauem Granit und wird in einem Passeverband verlegt. Lange Bänder aus 1,20 Meter breiten Granitsteinplatten lockern optisch auf – sie sind bereits verlegt. Gleichzeitig lässt die Stadt die Leitungen im Baustellenbereich erneuern. Künftig wird es hier freies WLAN geben.

 

Grünvernetzung

Das Projekt Grünvernetzung ist ein Korrespondenzprojekt zur Landesgartenschau, die so in die historische Innenstadt geleitet und dadurch erst „rund“ wird. Das Überlinger Büro 365° Freiraum + Umwelt wurde im September vom Aufsichtsrat der Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH ausgewählt, die Bereiche Menzinger Gärten und St. Johann-Graben, Rosenobelgärten und Villengärten beim ehemaligen Haus des Gastes und dem Pflanzenhaus im Zuge der vom Gemeinderat beschlossenen Grünvernetzung zu planen.

 

Ideen zur Gestaltung dieser innerstädtischen Bereiche haben fünf Landschaftsarchitekturbüros aus Überlingen und Umgebung entwickelt. Dafür hat die LGS GmbH ein beschränktes Auswahlverfahren, eine sogenannte Mehrfachbeauftragung (Parallele Planungsaufträge gegen Honorar), durchgeführt.