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Ideenpool für die Grünvernetzung

21.07.2017

Das Projekt Grünvernetzung ist die große Chance, bereits vorhandene Grünflächen weiter zu entwickeln und zu verbinden, um für die Überlinger Bürger neue Flächen und Nutzungen zu erschließen und die Qualität des direkten Wohnumfeldes im innerstädtischen Bereich nachhaltig zu verbessern. Es ist ein Korrespondenzprojekt zur Landesgartenschau Überlingen 2020 und besteht aus individuellen Teilprojekten, die sich zu einem Ganzen zusammenfügen, und die auch für das Ausstellungskonzept eine wichtige Grundlage sind. Die Landesgartenschau wird so in die historische Innenstadt geleitet und erst mit diesen Projekten „rund“.

 

Die Gärten aufwerten

Ideen zur Gestaltung von vier innerstädtischen Bereiche sollen jetzt fünf Landschaftsarchitekturbüros aus Überlingen und Umgebung entwickeln. Menzinger Gärten, Rosenobelgärten, St. Johann-Graben und Villengärten beim ehemaligen Haus des Gastes und dem geplanten Pflanzenhaus werden überplant. Grundsätzlich sollen alle Gärten qualitativ aufgewertet und künftig öffentlich zugänglich und nutzbar sein.

 

Die Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH hat in Abstimmung mit dem städtischen Fachbereich 3 die Steuerung des städtischen Korrespondenzprojektes zur Landesgartenschau übernommen und führt derzeit für die Planungsleistungen der einzelnen Bereiche ein beschränktes Auswahlverfahren, eine sogenannte Mehrfachbeauftragung (Parallele Planungsaufträge gegen Honorar), durch.

 

Das ist eine Art Wettbewerb und bedeutet, dass alle fünf Büros dieselbe Aufgabe gestellt bekommen und Gestaltungsansätze für alle vier Bereiche entwerfen. Juriert werden die eingereichten Arbeiten vom Aufsichtsrat der Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH im September und dann dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt. Bewertet wird jeder Bereich einzeln, so dass prinzipiell mehrere Büros zum Zuge kommen könnten.

 

Dauerhafte Grundstrukturen

Von den Teilnehmern der Mehrfachbeauftragung werden planerische Aussagen auf Vorentwurfsebene zu dauerhaften Grundstrukturen der Teilflächen erwartet. Das sind beispielsweise: Wegeverläufe, Wegeverbindungen, Proportionen von Aufenthalts- und Sitzflächen, Pflanzflächen und Verortung einer dauerhaften Bühne. Gefordert sind einfache, funktionale und auf Dauer tragende Konzepte. Diese müssen auch mit den Vorgaben für das Ausstellungsjahr vereinbar sein.

 

In den Rosenobelgärten und den Menzinger Gärten steht die Neuordnung der Kleingartenparzellen im Vordergrund, in den Villengärten werden die bislang wenig gestalteten Grünflächen an Attraktivität gewinnen und im St. Johann-Graben rückt die Öffnung des bisher nicht erschlossenen Abschnitts sowie die gestalterische Aufwertung des Grüns und ein möglicher Standort für eine dauerhafte Veranstaltungsbühne in den Mittelpunkt.

 

Temporäre Gastronomie

Vor allem in den Menzinger Gärten wird durch die Entfernung der vom Buchsbaumzünsler zerstörten Hecken eine völlige Neuordnung der Karrees erforderlich. In allen Bereichen sollen die Planer eine temporäre gastronomische Einrichtung für die Zeit während der Landesgartenschau vorsehen, seien es ein kleiner Kiosk, ein Café oder Marktstände. In den Rosenobelgärten und im St. Johann-Graben sind eher Kioske denkbar, in den Villengärten und den Menzinger Gärten Gastro-Betriebe mit bis zu 60 Sitzplätzen im Freien.