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Infoveranstaltung für die Überlinger Vereine

28.06.2017

Das Interesse war groß, die Atmosphäre entspannt und der Tenor einhellig: Die Überlinger Vereine wollen sich engagiert einbringen ins Veranstaltungsprogramm der Landesgartenschau 2020 und die Landesgartenschau GmbH ihrerseits ist offen für jedwede Art der Beteiligung. Bei der Auftaktveranstaltung der LGS GmbH mit rund 100 Vereinsvertretern im Museumssaal stand neben der Information zu den Daueranlagen und dem Ausstellungskonzept vor allem der rege Austausch im Vordergrund.

 

Ja zum Promenadenfest 

Eine klare Botschaft zur Frage Promenadenfest 2020 gab es sowohl von der LGS GmbH als auch von Bürgermeister Matthias Längin: „Wenn die Vereine das stemmen, wäre es sehr begrüßenswert und schön. Der Termin jedenfalls steht.“ Der Bürgermeister hatte die Veranstaltung begeistert und begeisternd eröffnet: „Ich bin überwältigt, dass Sie heute alle so zahlreich erschienen sind. Es zeigt, dass unsere Stadt lebendig ist, dass sie vor allem ein lebendiges Vereinsleben hat, eines wovon auch die Landesgartenschau profitieren wird. Denn wir brauchen Sie und Ihre vielfältigen Angebote, um den vielen Gästen unsere Stadt 2020 in ihrer ganzen Vielfalt präsentieren zu können.“

 

Wichtiger Termin für Überlingen: 14 Oktober 2018 

Die Landesgartenschau in Überlingen beginne nicht erst am 23. April 2020, so der Bürgermeister, sondern habe schon längst begonnen. „Und unser nächster wichtiger Termin, bei dem wir um Ihre tatkräftige Unterstützung bitten, ist der Tag, an dem Überlingen von Lahr die Landesgartenschaufahne erhält und das gesamte Bühnenprogramm gestaltet. Merken Sie sich also bitte schon mal den Sonntag, 14. Oktober 2018, vor.“ Längin überbrachte nicht nur die Grüße von Oberbürgermeister Jan Zeitler, sondern auch dessen Wunsch: „Am Überlinger Tag auf der Landesgartenschau in Lahr möchte ich dort nur Überlinger sehen.“

 

Dauerhaft Qualität schaffen

Roland Leitner, Geschäftsführer der Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH, betonte in seinem Vortrag zur Planung von Daueranlagen und Grünvernetzung, dass die Stadt durch die LGS langfristig und nachhaltig in wertvolles Grün investiere. „Es geht nicht darum, die Stadt für ein Jahr aufzuhübschen, sondern darum, qualitätvolles Grün in der Stadt dauerhaft zu verbinden. Das sind ambitionierte Ziele, auch finanziell, aber es ist jetzt an der Zeit, das für unsere Stadt in Angriff zu nehmen.“ Das habe die LGS mit der Stadt auf den Weg gebracht. „Nun sind wir mittendrin in der Planung des Ausstellungskonzeptes und des Veranstaltungsprogramms.“

 

Beispiele aus anderen Gartenschauen  

Mit Bildern, die Mut und Lust machten, sich als Verein auf der Landesgartenschau zu engagieren und zu präsentieren, hatte Annette Stoll-Zeitler, Fachbereichsleitung Ausstellung, Betrieb und Veranstaltungen, die Mitwirkungsmöglichkeiten skizziert. „Wir haben eine dezentrale Landesgartenschau und der Gast kann an mehreren Willkommenspunkten in der Stadt ankommen. Vor allem der See wird ein wichtiger Verkehrsknoten werden“, sagte sie und stellte erste Ideen zum Ausstellungskonzept, unter anderem mit schwimmenden Gärten, vor.

 

Temporäre Seebühne geplant 

Für das Veranstaltungsprogramm an den 179 Tagen der Landesgartenschau sind mehrere Bühnen geplant, darunter eine temporäre Bühne im See mit einem rund 400 Zuschauer fassenden Bereich. „Wir sorgen für den Anschub, für Highlights und Leuchtturmprojekte, und wünschen uns, dass sie die flankierenden Angebote in großer Vielfalt beisteuern, da sind wir offen für ganz vieles. Und es ist egal, ob der Verein groß oder klein ist, mitmachen kann jeder.“ Wie das konkret aussehen kann, zeigte sie anhand von Bildern anderer Gartenschauen. Die Bandbreite reichte von Sport-, Kultur- und Kochevents über historische Umzüge bis hin zu Kinderprogrammen oder gärtnerischen Beiträgen. „Auch das Stadtjubiläum wird Teil der Landesgartenschau werden und da suchen wir den engen Schulterschluss mit der Stadt“.

 

Bei der anschließenden angeregten Fragerunde wurden Themen wie Öffnungszeiten und Eintrittspreise angesprochen. Roland Leitner: „Wir planen, täglich von 9 bis 19 Uhr zu öffnen, das werden wir so dem Aufsichtsrat vorschlagen. Dann wird aber niemand vom Gelände geworfen. Wir haben Drehkreuze an den Ausgängen, so dass jeder jederzeit rauskommt. Abendveranstaltungen sind selbstverständlich möglich, natürlich werden wir die lauen Sommernächte am See nutzen, dann werden wir flexibel mit den Öffnungszeiten reagieren.“

 

Kein Vorzugspreis für Überlinger möglich 

Zum Eintrittspreis sagte der Geschäftsführer: „Es darf keine Sonderkonditionen für die Überlinger geben, das ist rechtlich nicht möglich, wir bekämen sonst Schwierigkeiten mit den EU-Diskriminierungsrichtlinien. Aber für die Überlinger gibt es ja ab Ende 2019 schon die Möglichkeit, die Dauerkarte im Vorverkauf zu erwerben.“ Der Preis der Tageskarte stehe noch nicht fest, könnte aber so um die 18 Euro liegen, sagte Leitner vorbehaltlich der Beschlüsse der entsprechenden Gremien.

 

Als nächster Schritt sind weitere Gespräche mit Vereinen geplant, möglicherweise einzeln oder auch in Gruppen. „Da haben wir uns noch nicht festgelegt, wir wollten den heutigen Abend und Ihr Feedback abwarten“, so Leitner. „Aber unsere Tür steht auch immer offen für die Vereine, auch für die, die heute nicht dabei waren“, ermunterte Annette Stoll-Zeitler alle zur regen Kontaktpflege und Mitgestaltung des Veranstaltungsprogramms.

 

Gemütlicher Ausklang im Garten 

Neben dem Ziel, umfassend zu informieren, sollte dieser Abend Lust auf die Landesgartenschau 2020 machen und das ist gelungen. Nicht zuletzt trugen auch die Landfrauen mit ihren Häppchen zum Wein und die Soroptimistinnen am Ausschank im Garten des Museumssaals dazu bei, dass der Abend so harmonisch ausklang wie er begonnen hatte.