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Ausstellungskonzept Landesgartenschau

13.05.2017

Erste Ideen zur Gestaltung der Ausstellung im Landesgartenschaujahr 2020 präsentierte Annette Stoll-Zeitler, Fachbereichsleitung Ausstellung, Betrieb und Veranstaltungen bei der LGS Überlingen 2020 GmbH, in der jüngsten Gemeinderatsitzung. „Wir wollen den Besuchern einen perfekten Tag bieten, sowohl im Uferpark als auch in der Stadt“, sagte sie. Auf dieses Ziel arbeitet das gesamte Team der LGS GmbH engagiert hin.

 

Ausgangspunkt der Präsentation waren erste Entwürfe des Ateliers Lohrer aus Stuttgart, das den Wettbewerb zur Ausstellungskonzeption 2015 gewonnen hatte. Im Uferpark werden gemäß dem Motto „natürlich ufernah“ naturnahe Themen gespielt, so Stoll-Zeitler. „Ich sehe hier im Ausstellungsjahr den NABU, den Forst, den Landkreis, Gewässerschutz, Fischereiverbände und auch die Kirche mit ihren Beiträgen.“

 

Für den Kurgarten entwarf sie „eher feinere Themen“ mit pflanzlichem Schwerpunkt, nicht zuletzt, weil unmittelbar in der Nachbarschaft zum einstigen Haus des Gastes das Pflanzenhaus gebaut wird. Dort soll neben einem Teil der wertvollen Kakteensammlung der Stadt 2020 der Treffpunkt Baden-Württemberg untergebracht werden, ein fester Bestandteil einer jeden Gartenschau und Plattform für die Beiträge des Landes. „Der Kurgarten ist ja eher herrschaftlich, hier wird es um schöne Gärten, Wasser, Gesundheit und Ruhe gehen.“

 

„Der See ist unser Star, deshalb werden wir ihn in Szene setzen, unter anderem mit schwimmenden Gärten und möglichst vielen Schiffsanbindungen.“ Auch eine temporäre Seebühne ist geplant sowie florale Installationen auf dem Wasser. In der Kapuzinerkirche könnten, so die ersten Ideen, die Floristen ihre Blumenschauen zeigen. Stoll-Zeitler: „Das wäre der perfekte Ort dafür.“ Im Blatterngraben spielt die Geschichte der Stadt eine Rolle, in den spitälischen Gärten werden die Nahversorgung und das Kleingartenwesen modern und neu interpretiert. Menzinger Gärten und St. Johanngraben sind als gärtnerisches Juwel mit „langsamen Themen“ eingeplant, hier könnten die Landfrauen, der SWR oder die Imker eine Bühne finden, so das Konzept.

 

„Um das Konzept mit Leben zu erfüllen brauchen wir natürlich die Bürgerinnen und Bürger. Wir führen sehr viele Gespräche im Moment mit Verbänden und Organisationen, aber auch mit vielen Überlingern, damit sich möglichst viele aktiv im Ausstellungsjahr beteiligen. Wir können nur jeden ermuntern mitzumachen“, so Stoll-Zeitlers Einladung zum bürgerschaftlichen Engagement. Auch die Teilorte machen sich bereits Gedanken über Aktivitäten zur Landesgartenschau. „Wir gehen jetzt in die Tiefe der Planung und haben auch schon sehr guten und intensiven Kontakt mit den Freunden der Landesgartenschau, die uns ganz toll unterstützen und mit denen wir gestärkt ins Ausstellungsjahr gehen.“ Kooperationen strebt die Landesgartenschau Überlingen 2020 GmbH unter anderem mit der Insel Mainau, den Bodenseegärten und den Bodensee Schifffahrtsbetrieben an. Erste Gespräche über mögliche Kombi-Tickets fanden schon statt.

 

Oberbürgermeister Jan Zeitler war vor allem von der Einbeziehung des Bodensees in das Ausstellungskonzept begeistert. „Jeder Besucher, der kommt, erwartet, dass wir den See in großem Maße miteinbeziehen, dass er erlebbar wird, sei es per Schiff oder durch die schwimmenden Gärten, das macht unsere Landesgartenschau einfach ganz besonders.“