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Der Uferpark macht's möglich: Wassertreten im Bodensee

04.05.2017

Wassertreten in Überlingen wird durch die Landesgartenschau noch attraktiver werden: Im Bodensee. Die Stadt wird in naher Zukunft vier Becken anbieten können. Neben den beiden bereits bestehenden wird aktuell von der Stadt ein drittes im Kurpark beim alten Badehäuschen gebaut und eine vierte Kneippanlage folgt 2020 im Uferpark. Die Pläne dazu stellte die LGS Überlingen 2020 GmbH bei einem Treffen mit dem Kneippverein und der Kur und Touristik Überlingen GmbH vor.

 

Landschaftsarchitektin Marianne Mommsen, relais LA, plant eine zur Gestaltung des Uferparks passende naturnahe, mit Bodenseewasser bespielte Kneippanlage mit zwei Becken für Erwachsene und ein gesondertes Wasserspiel für Kinder. Auf der unteren Terrasse im östlich gelegenen Flachuferbereich soll es zwei Becken mit Handlauf geben, darüber auf der mittleren Terrasse einen Kinderspielbereich, dessen Wasserauslauf an den Kneippbecken vorbeigeleitet wird. Bei Niedrigwasser wird von den Kneipp-Anhängern die untere Terrasse nutzbar sein, bei Mittelwasser die obere. Die Kneippanlage spielt mit den unterschiedlichen Wasserständen des Bodensees und wird ein ganz besonderes Erlebnis während des ganzen Jahres sein. Der Erlebnisbereich Wasser fügt sich unauffällig in die Landschaft ein.

 

„Größtes Kneippbecken der Welt“

Das findet auch Jürgen Jankowiak, Geschäftsführer der Kur und Touristik. „Die natürliche Anlage ist eine wunderbare Alternative zum eher klassisch angelegten neuen Becken im Kurpark und wirklich eine Besonderheit für uns als Kneipp-Heilbad. Es ist mit dem Bodensee praktisch das größte Kneippbecken der Welt.“

 

Heidi Thies, Vorsitzende des Kneippvereins Überlingen und Umgebung e.V. und Landesvorsitzende des Kneipp-Bundes Baden-Württemberg, sieht in der Kneippanlage im See eine gute Chance, das Profil des Kneipp-Heilbades Überlingen, dem einzigen in Baden-Württemberg, zu stärken. „Das wird einzigartig in Baden-Württemberg und am See insgesamt.“

 

Die stellvertretende Vorsitzende Renate Rösler regte ein Armbecken und einen Barfußpfad an. Während ein Barfußgarten im Park dank der unterschiedlichen Materialen, Kies, Wasser, Sand und Rasen von Haus aus gegeben ist, wird ein Armbecken aus Gestaltungsgründen im Uferpark nicht realisiert. Ein Standort in der Innenstadt sei aber auch denkbar und entspräche der Lehre Kneipps, so Renate Rösler. Mit dem ersten Besuch von Sebastian Kneipp im Jahr 1891 hielten neben Wassergüssen auch Tautreten auf Wiesen und Barfußläufe Einzug am Bodensee. 1955 wurde Überlingen der Titel „Kneippheilbad" verliehen. Den Kneippverein Überlingen und Umgebung e.V. gibt es sogar seit 1947.

 

Temporärer Kneippsteg

Im weiteren Verlauf dieses ersten Treffens wurde auch über eine aktive Beteiligung des Kneippvereins im Jahr der Landesgartenschau gesprochen. Und über den Wunsch des Vereins nach einem Kneippsteg in den Bodensee etwa auf der Höhe des ehemaligen Hauses des Gastes. Die LGS-Mitarbeiterinnen Annette Stoll-Zeitler und Edith Heppeler können sich vorstellen, dass ein temporärer Steg mit eingelassenem Becken in das Ausstellungskonzept der Landesgartenschau integriert werden könnte. Allerdings ist ein solcher Steg nicht im Budget der LGS GmbH enthalten. Um ihn zu realisieren müssten Kneippverein und Stadt Sponsoren finden.